Sonntag, 9. November 2014

Das Texas-/ Carolina-Rig Variete (Neue Version)




Das Texas-Rig: 

Mein absoluter Favorit!!! Texaner ohne Kugel!


Eigentlich ist dieses Rig mittlerweile jedem Spinfischer bekannt, aber trotzdem soll es, nicht nur der Vollständigkeit halber, hier vorgestellt werden!!! Es ist absolut vielseitig, unkompliziert aufgebaut und so oft erfolgreich. Das Rig besteht aus einen, frei auf der Schnur laufenden, Patronenblei, damit die Fische ohne Wiederstand abziehen können. Eine Perle sorgt für das Klacken (wenn erwünscht). Abgestoppt wird das Ganze durch den Haken.

T-Rig mit Tru-Tungsten BulletWeigt und dem 6mm Force Bead auch aus Tungsten. Diese Kombo macht so richtig Krach!


Außerdem war es mein Einstiegs-Rig in die US-/ Japan-Angelei!!! Vielleicht kann sich ja noch jemand an die "Planet Angeln" Sendung mit Johannes Dietel erinnern....? Für alle Interessierten ist hier der Link zum Filmchen:
http://www.youtube.com/watch?v=0wVAs4I3Y


Historie T-Rig:
Die Entstehung des T.-Rigs lag wohl so um die Zeit des zweiten Weltkrieges in den USA. Es wurde anfangs für die Forellenbarsch- und Schwarzbarschangelei benutzt. Schnell merkten die Angler, dass sich damit auch hervorragend Yellow-Perch und Walleys überlisten ließen. Umso erstaunlicher ist, dass wir Europäer erst vor ein paar Jahren von den Ami-Rigs Wind bekommen haben!
Als Köder verwendeten sie damals Live-Baits, also Würmer und kleine Fische. Vorzugsweise den Minnow. 1949 kam Nick Creme aus Ohio die Idee, die mühevoll gesammelten Tauwürmer dauerhaft nachzubilden. Die Gussform wurde anscheinend mit Hilfe eines gefrorenen Tauwurms gefertigt. Der Abguss gelang und die "Stunde Null" der die Finess-Angelei hatte geschlagen!!!
Die erfolgreiche Produktion wurde nach Texas verlagert und dort unter dem Namen "Creme-Worm´s" vertrieben. 1964 wurde in einen Angelkatalog der B.A.S.S.-Association der Cremeworm in Verbindung mit einen Patronenblei  als das Texas-Rig vorgestellt.


Moderne:
Finesse-Rigs leben von den unzähligen, meist aus Japan stammenden, Materialien, Ködern und aberhunderten Keinteilen. Um sich in diesem Labyrinth zurecht zu finden, muss man sich in das Thema reinfuchsen und sich die Sachen, welche für den eigenen Angelstil am besten funktionieren, rauspicken. Aber Vorsicht: Die japanischen Entwickler produzieren schneller, als man das Zeug verangeln kann!  :P

Tungsten hat klare Vorteile!

Tungsten statt Blei!
Blei ist giftig und im Gegensatz zu Tungsten (Wolfram) gibt es kontinuierlich giftige Stoffe ans  Wasser ab!
Ein weiterer Vorteil ist die hohe Dichte von Tungsten, sprich die Gewichte sind bei gleichem Gewicht um einiges kleiner! Weiterhin ist es sehr hart und verformt sich auch bei längerem Gebrauch nicht. Der Nachteil ist, dass die Verarbeitung sehr aufwendig und somit der Preis recht hoch ist.

Kleines, aber sehr nützlicher Teil: der Knotenschutz I GUARD von DECOY

Beim Fischen mit dem Texas-Rig werden starke Kräfte auf den Knoten ausgeübt. Ein kleiner Silikonpuffer wirkt da super und der Knoten hält auch im Drill!

Das Carolina-Rig: 

C-Rig klassisch mit Wirbel

Dies ist meiner Meinung nach das am meisten unterschätzte Rig in Deutschland! Aber es hat es wirklich in sich!

Das C-Rig unterscheidet sich vom T-Rig durch ein 20-120 cm langes Vorfach, welches dafür sorgt, dass der Köder langsam zu Boden taumeln kann und somit von den Barschen länger wargenommen wird. Das Vorfach wird an einen Wirbel gebunden.
Der Rest des Rigs ist mit dem Texas-Rig identisch. Ich persönlich fische 40-80 cm lange Vorfächer. Damit fällt mir die Bisserkennung am leichtesten. Wenn längere Vorfächer gefragt sind, muss man sich dann aber schon sehr konzentrieren!
Ein weiterer Vorteil des C-Rig ist, dass man auch überdimensionale Gewichten mit Kleinstködern kombinieren kann, ohne dass sie aufeinander Einfluss nehmen! Top, wenn Strömungen, extreme Tiefen oder große Distanzen überwindet werden müssen!
Absolut geiles Rig, wenn die gestreiften Kollegen mal wieder `ne extra Einladung brauchen!!!

Historie C-Rig:
Der Erfinder des C-Rig ist Lloyd Deaver zumindest wird es offiziell so gehandhabt. Anscheinend hat er in den Spaten 60er mit dieser Methode in zwei Seen in North Carolina so erfolgreich damit geangelt das das Rig sich rasend schnell in den gesamten USA verbreitete. Er benutzte lebende Würmer als Köder! Erst später nahm er dann Kunstsoffbaits.

Es gibt aber auch Stimmen die behaupten, dass Jack Chancellor der Erfinder sei. Richtig ist, dass er die Bassmaster Classics 1985 damit gewonnen hatte und sicherlich ein Meister dieses Rigs war. Naja wie auch immer - bis zu diesem Zeitpunkt fischten die Pro´s  beinahe nur Power-Fishing-Methoden wie Spinnerbaits und Crankbaits und vielleicht ab und zu mal mit nem Rubber-Jig!
Der Finesse-Angelei wurde kaum Beachtung geschenkt. Das änderte sich schlagartig mit diesem besagten Sieg und die Entwicklung der Finesse Rigs begann mit großen Zügen!
Hier gehst zum Siegesfilm:  KLICK


Wer weitere Lust auf die Entwicklungsgeschichte der Bass-Rigs verspürt, für den habe ich genau das Richtige!


Das flexible Carolina-Rig:

Flex-C-Rig: Ideal wenn noch nicht klar ist was die Fische heute wollen.

Sehr oft stelle ich mir die Frage:"Was fängt heute besser??? Texas oder Carolina??? Beide Rigs fangen. Aber welches fängt heute???" Ich habe einfach schon ein paar Mal im tiefsten Winter mit nem schnell geführten T-Rig gefangen und eben auch andersrum! Eine Lösung fand ich in einen Artikel von Lutz Hülße. Er stellte darin das flexible C-Rig vor, bei welchem er den Wirbel durch einen starken Stopper ersetzte. Dadurch kann in Sekunden von einen zum anderen gewechselt werden. Eben auch ein Vorteil, wenn die Bisse nachlassen und die Fische den Braten riechen!
 Ein weiterer Vorteil  ist, dass ich jetzt auch mit Rapala-Knoten  fischen kann, weil die Perle und das Gewicht nicht mehr über den Knoten rutscht!
Mein absolutes Lieblings-Rig. Echt Top :)


Anköderungen für T-C Rigs:

Exotische Anköderungen sind eher die Ausnahme, können aber manchmal zum Biss führen!

Wenn es um die Anköderung geht, fische ich bestimmt zu 90% offsett, wie wohl die aller meisten von Euch. Aber an schwierigen Tagen und gerade beim Bassfischen kann eine unkonventionelle Anköderung oft zum Biss führen!


Köder:
Würmer, Krebse, Shads mit Pin- und Paddleltails - alles ist möglich. Ihr musst nur die Köderführung anpassen. Würmer zuppeln, Krebse hüpfen und Fischchen flüchten oder sterben ect ect...

Grundsätzlich finde ich es sehr schwer Köderempfehlungen zu geben, da sich der Markt immer schneller bewegt und die Firmen sich gegenseitig alle Köder kopieren! Natürlich hängt das Ganze zusätzlich auch von sehr wichtigen Faktoren wie Gewässertyp und der natürlich vorhandenen Nahrung ab.
Ich werde deswegen zur jeder Wurfgewichts-Klasse, welche ich fische meinen absoluten Favoriten für T- und C-Rigs geben.

Bei Wurfgewichten so um 0.5-1.5 gr (+ Köder) (ultra ligt) fische ich sehr gerne diese beiden.
Aber auf dieses, doch sehr spezielle Thema möchte ich separat auf einen älteren Post genau darüber hinweisen!  micro-game-100-finesse
 
NOIKE Ring Curly 3" und der O.S.P. DoLive Craw in 2" 



In der Gewichtsklasse 2-3,5 gr. (+ Köder) diese drei:

Jackall i -Shad Tail in 2,8" der Illex Ring Worm in 3" und der NOIKE Wild Goby


Und eine Nummer größer in der Gewicht Kasse 3,5-7 gr. + Trailer liebe ich diese Zwei:

Gary Yamamoto 3" Yamasenko und der NOIKE Donkey BOO


Für größere Fische wie Bass oder auch Zander haben sich bei mir diese zwei seit langem etabliert:

Jackall I Shad in 4.8 inch und der Molix Sidus 
 


 Speziell für Bass sollte man solche Klassiker immer wieder versuchen:

Klassiker wie Worms und Lizards sind immer einen Versuch auf Bass wert!


Das Florida Rig:



Ein kleines, unscheinbares Detail - aber von enormen Unterschied! Deswegen möchte ich diese Variante separat aufführen!

Hier der Link zum Florida und Punch-Rig