Freitag, 14. Juni 2013

l’Ardèche: Felsen, Fisch und Federgrass




Eigentlich war und sollte dieser Familien Urlaub kein Angelabenteuer werden, sondern ein Familienurlaub im Süden. Mich als Gärtner und Pflanzenjäger interessierten natürlich auch die dort heimischen Pflanzenarten....  ...und Abenteuer in den Felsschluchten habe ich meinen Kinder auch schon lange versprochenen gehabt!

Das Tackle war eher überschaulich, aber ausreichend.

Wie das aber als Angler so ist, konnte ich meinen Angelkram nicht ganz allein zu hause lassen, denn von den besonders schönen Forellen haben mir schon einige Fliegenfischer berichtet. Und so ein paar Forellen auf dem Grill schaden ja auch nicht!



Jaaa... aber leider nicht so einfach. Das Wetter in gesamt Europa spielte schon seit Wochen verrückt. Das Wasser war sau kalt. Immer wieder gab es starke Regenschauer und ab und an sogar Graupel bis hin zum Hagel!!! Zur Erinnerung, wir waren in Süd Frankreich und das Ende Mai. Die ersten paar Angelsequenzen waren nichts. Nicht einmal eine Trute  habe ich gesehen! So im Laufe der Tage wurde das Ganze immer verbissener. Wie das halt eben so als Jäger ist ... Eine sollte es dann schon noch werden!

Die traumhafte Kulisse entschädigte dann aber doch immer wieder für die Schneider-Tage. Ich habe jedes Zeitfenster, welches entstanden ist versucht mit Angeln zu verbringen. Zugegeben, es waren ganz nach Familienurlaubs-Art eben auch nicht wirklich viele und eigentlich war es auch immer zu kurz.

Angelspots in atemberaubender Kulisse waren allgegenwärtig.


Die einzige Forelle, die ich erbeuten konnte. Klein aber schön und die Angelpatze entschädigen.

Aber es sollte sich auch das noch zum Guten wenden. Bei einem eher schon unbedachten Wurf mit einem superkleinen Crank hing dann doch `ne super kleine Forelle am Haken. Super schön gefärbt. Wie die Landschaft eben....

Jeden Tag Abenteuer. Allein die Wege zu den Angel- oder Pflanzen-Spots waren der Hammer.
Der Urlaub aber an sich war absolut Geil. Richtige Abenteuerwege die beschritten werden mussten um an die Angel- und Pflanzen-Hotspots zu kommen. Die Landschaft war ein absoluter Traum und die Flora ein Hammer.....


Botanisch gesehen, war der Trip ein Erfolg auf ganzer Linie!!!




Es wird nicht das letzte Mal gewesen sein, dass wir als Familie unsere Zeit dort verbringen werden. Alle waren begeistert und sogar meine Frau bemerkte, dass es bei einem Flussurlaub mehr zu machen gibt, als im Urlaub nur am Meer rum zu lungern.
Aber eine Kleinigkeit werde ich anders machen.... Feste Angelzeiten!!!!!!

Angelkarten gibt es eigentlich in allen Ortschaften. Ich habe den Schein bei ruomsport in der Stadt Ruoms für 30 Euronen die Woche erworben!



Samstag, 1. Juni 2013

My Camouflage

So stell ich mir das vor: Eingefärbtes Terminal-Tackle! Vorzugsweise in "green pumkin"

Ich stehe einfach auf Tarnfarben. Ob das an meiner ehemaligen Karriere als Infanterie-Scharfschütze liegt, weiß ich nicht. Auf jeden Fall versuche ich rein farblich nicht so ins Auge zu stechen und fühle mich immer am wohlsten, wenn ich mit meiner Umgebung verschmelze.
So sehe ich das auch bei dem benötigten Angelzeugs Unterwasser. Nicht auffallen! Das war auch, als ich ein nicht ganz unerfolgreicher Specimen-Hunter war, Programm.
Also wende ich genau dieses auch beim Spinfischen an..........



Mit ein paar Utensilien lassen sich so einige Dinge selbst langfristig Färben:
Benzinkocher, Zange, Pulverbeschichtung aus Kunststoff (in der beliebten Farbe, welche in der Regel von Karpfenanglern gebraucht wird, um deren Bleie zu Färben.)


Den gewünschten Gegenstand muss man einfach über die Flamme heben und anschließend in das Pulver tauchen. Bei Bleisachen muss man aber echt aufgepassen, dass sie nicht einfach wegschmelzen!!! Tungsten-Sachen kann man dagegen richtig heiß machen.


Nach kurzem Abkühlen sollte man das Ganze noch einmal über die Flamme heben, damit die Pulverbeschichtung schön glatt wird......


An einer Leine abkühlen lassen und vedddisch :)

Bei Dropshot-Blei finde ich es wichtig, aber der Markt gibt kaum was her....