Montag, 23. Dezember 2013

Das Splitshot-Rig


Das Splitshot-Rig ist das wohl älteste und einfachste Finesse-Rig. Darüber hinaus ist es aber auch sehr effektiv. Gerade in Extremsituationen wie bei brütender Sommerhitze, extremer Kälte oder starken Temperaturschwankungen führt es oft zum ersehnten Biss.

Das Splitshot-Rig ist DAS Old School Finesse-Rig schlechthin.

Beim klassischen Splitshot-Rig wird einfach nur zwischen 5-60 cm vor dem Köder ein Spaltblei auf die Schnur geklemmt. Dieses ist somit starr fixiert! Das ist genau der entscheidende Unterschied zum Carolina-Rig. Solche kleinen, aber entscheidende Details machen manchmal den Unterschied in der Finesse-Welt!

Wie weit weg man das Blei vom Köder befestigen soll, hängt natürlich vom Köder selbst, der Laune der Fische und den örtlichen Gegebenheiten ab. Ebenso muss man die Grammzahl des Bleies variieren!

Denn wie beim Carolina-Rig ist der Abstand zwischen Köder und Blei entscheidend dafür, ob der Köder aggressiv oder nur linear hinter dem Gewicht läuft!

Man kann Offsethaken oder auch Dropshothaken verwenden. Das ist zum einen Geschmackssache, hängt aber auch von den Gegebenheiten am Gewässer ab. Ich favorisiere immer den Offsethaken, es sei denn ich fische mit echten Würmern.

Hier ein Tutorial wie es gebaut wird:




Und so schaut´s unter Wasser aus: 

History:
Der Lake Castaic gilt als Geburtsort des ältesten und auch wichtigsten Finesse-Rigs. Der verstorbene Richard Trost verfasste einen Text  mit dem Titel "Trick Castaic´s Bass" in welchem er das Rig ausführlich beschrieb.
Was heute so simpel erscheint - ein Haken mit Köder und davor ein Klemmblei - war früher revolutionär. Ein Umdenken hat hierdurch in diversen Kreisen stattgefunden. Einen Köder leise ohne "Rabatz" und "Bling Bling" zu präsentieren war zur dieser Zeit auch in Amerika eigentlich undenkbar. 
Das Angeln mit dem Splitshot-Rig hatte seine Blütezeit in den den späten 70er bis zu den frühen 80er des letzten Jahrhunderts. Weltweite Ausdehnung erfuhr diese Angelmethode bis in die 90er Jahre. Mit dem Aufkommen des Drop-, bzw. Down-Shot-Rigs geriet diese Technik aber weitgehend in Vergessenheit.
2008 machte es im Lake Falkon in Texas bei der Bassmaster Elite Serie wieder auf sich aufmerksam. In versierten Finessekreisen war es plötzlich wieder da.
Das Splitshot-Rig ist ein wertvolles und geschichtsreiches Rig, welches jeder "Finessino" würdigen und draufhaben sollte.

Blei für die Schrotflinte:
Da ich ursprünglich aus der Specimen-Hunter Ecke komme, habe ich persönlich sehr gute Erfahrungen mit den weichen, englischen Klemmbleien gemacht! Diese quetschen und beschädigen das Vorfach kaum.

Blöderweise haben diese Gewichte Einteilungen wie LG, SG, AAA usw.
Was heißt das aber und woher kommt diese Bezeichnung eigentlich?

Vor bereits 200 Jahren haben die Angler schon das Spaltblei für sich entdeckt. Dies wurde allerdings für die Jagd hergestellt. Die Angler mussten diese noch eben anspalten!!!
Die Bezeichnung LG steht für "Large Game", also großes Wild. Die Bezeichnung SG "Small Game"......


Was aber für uns interessant ist, sind die Grammzahlen. Bitteschön:
LG-3,0gr    SSG-1,6gr   SG-1,2gr   AAA-0,8gr   AB-0.6gr   BB-0,4gr   No1-0,3gr
(Alle weiteren habe ich weggelassen, weil sie nur für Posenfischer interessant sein könnten.)


Die Gewichtsprobleme:
Grundsätzlich finde ich, ist das Rig eher etwas für flache Gewässer mit max. 3m Tiefe, da es sowieso nur bei leichten Gewichten funktioniert. Bei mir persönlich ist bei 2gr Schluss. Bei tieferen Gewässerabschnitten stellt sich sowieso die Frage, ob man nicht lieber auf andere Finesse-Rigs zurückgreift!


Ich verwende ausschließlich englische Bleie aus der Matchangelerei.




Das größte Problem dieses Rigs ist, dass es ab einer gewissen Belastung gerne das Vorfach reißt, da das Fluocarbon durch das Klemmen des Bleis beschädigt wird. Grade bei großen Fischen passiert dies immer wieder und ist ja gerade dann äußerst ärgerlich!
Einige meiner Kollegen versuchten Abhilfe mit einem Gummischlauch aus der Posenfischerei zu schaffen.
Wir haben allerdings die Erfahrung gemacht, dass wenn mit großen Fischen oder Hindernissen im Gewässer zu rechnen ist, es am sinnvollsten ist, einfach ein kleines Texas- oder Lochblei zu verwenden, welches mit zwei Stoppern fixiert wird. So passiert dem Fluocarbon garantiert nichts, ohne dass das Prinzip der starren Gewichtsbefestigung verloren geht.

Lochblei oder Bulletweights in Verbindung mit Stoppern sind meine Favoriten.


Köder:
Grundsätzlich eignen sich alle Finesseköder die wurmähnlich sind. Shrimps, Pintails oder Shads mit kleinster Schaufel.
Hier nur eine kleine Auswahl von Ködern, welche sich für mich bestens bewährt haben!!!

Der Sexy Impact von KEITECH






I-Shad und der I-Shad Tail von Jackall und Illex



Der  Ringworm von Illex/Gambit
Giggy Stick von Gambler Lures




Die Köder Führung:
Diese erfolgt bei mir in den allermeisten Fällen am Gewässerboden. Auch das Befischen der Zonen über und in Krautfahnen kann stets erfolgreich sein!
Ich persönlich ziehe die Montage gerne und baue nur allerkleinste Zupfer in die Präsentation des Köders ein. Dies ist natürlich aber auch abhängig vom Köder und der Laune der Fische!!
Der Rapallaknoten ist auch hier wieder der am besten geeignete Knoten. Ich benutze ihn, weil er deutlich mehr Köderbewegung zulässt und beim Biss das Aufnehmen des Köders erleichtert.
Oft werden die Bisse aber bei so einer langsamen Präsentation kaum wahrgenommen, da die Fische den Köder meist nur festhalten. Das fordert vom Angler allerhöchste Konzentration und Aufmerksamkeit!!
Die Bisse müssen also mehr gesehen als gefühlt werden, dabei hilft meines Erachtens am besten Schnur in kontrastreicher Regenbogenfarbe!
Die meisten behaupten, dass ein schnelles Anschlagen erforderlich ist. Dieser Meinung bin ich nicht. Ich lasse den Fischen bei einer langsamen Köderführung immer die Chance den Köder zu nehmen, indem ich sofort bei Bisserkennung die Rutenspitze nach vorne nehme, um Spannung aus der Schnur zu nehmen!
Das gilt natürlich nicht an Tagen, an denen die Fische den Köder "hart" nehmen, weil der Köder sonst zu tief im Fischmaul verschwinden würde!

Hier ein Film in dem man die Führung des Rigs sieht!



Das Splitshot-Rig in der Raubfischschonzeit:
Eine der wenigen Möglichkeiten auch in dieser für Spinfischer bescheidenen Zeit noch Barsche zu zuppeln, ohne gleich das Feeling vom Spinfischen zu verlieren, ist einen Tauwurm an einem Einzelhaken am Splitshot zu präsentieren. Aber auch ein kleines Bündel Maden kann gute Dienste leisten! Bei der Tauwurm-Montage empfiehlt sich, etwas Luft in den Schwanz des Wurmes zu injizieren. Dadurch erreicht man, dass dieser leicht nach oben steht.
Es kann sich in bestimmten Situationen lohnen, einen zweiten Haken anzubringen. Hier eine kleine Anleitung: pre-rig
Ein Tauwurm oder ein Madenbündel ist oft noch die einzige Lösung!

Wenn man an schwierigen Wintertagen das Gefühl hat, dass die Fische den echten Wurm zwar akzeptieren, aber einfach nicht hängenbleiben, wäre eine Möglichkeit eine Kette von allerkleinsten Bleien anzubieten. Das verringert den Wiederstand beim Aufnehmen des Köders. Da sind wir dann aber schon fast beim Friedfischangeln angekommen.

 Eine Bleikette hilft den Wiederstand zu minimieren.




 Die englischen Weichbleie bekommt man jetzt auch in Camofarben... Da schlägt mein Herz doch gleich höher! Immer dieser Fetisch ;)




Donnerstag, 12. Dezember 2013

Project Border Bass 2013

Sooo... der Winter ist nun endgültig auch im äußersten Süd-Westen angebrochen. Bald heißt es das allermeiste Tacklezeugs zu pflegen und einzuwintern.....

Aber vorher gibt es noch den jährlichen Bericht über mein Lieblingsthema: Der Bass im Grenzgebiet!

Ich musste leider einige Bilder bearbeiten, um den Hintergrund unkenntlich zu machen. Ebenso werde ich keine Details beschreiben können! 
Sorry, aber leider es gibt immer wieder Dudes die alles in die Pfanne hauen müssen, oder der Meinung sind, dass die schwarzen Bärschlein nicht in europäische Gewässer gehören. Die Bestände sind einfach noch zu klein und empfindlich!!

Dieses Jahr haben wir den Dreh richtig gut raus gehabt und einige Stellen gefunden, die wir nicht auf dem Schirm hatten....

Ebenso war der vergangene Winter mild und  die französischen Verbände haben richtig gut Bass besetzt!


Die Durchschnittsgröße war 20-25 cm. Davon konnten ich dutzende überlisten!














Auch konnte ich dieses Jahr Bass auf ihren Nestern beobachten, leider aber immer noch keinen Nachwuchs ausmachen können.  Das läßt vermuten, dass alle Fische aus Besatzmaßnahmen der französischen Kollegen stammen!




Obwohl ich dieses Jahr gar nicht so fleißig jedem Gerücht hinterher gerannt bin, habe ich echt gut gefangen....
Sogar ein paar richtig schöne Kirschen waren dabei!

Und das alles maximal 150 km hinter der Grenze!! Ach wie schön!!!



Absolut ungeschlagen war unser Bass-Predator Lars, der dieses Jahr echt einige Monster ans Band bekommen hat...

Fleiß wird eben belohnt und Fische fängt man eben am Wasser und nicht im Internet.. Respekt man :)!



Da ich weiß, dass auch andere Bass-Angler aus unserer Region dies lesen, möchte ich Euch noch einmal in Euer Gewissen reden:

Überlegt Euch doch bitte, ob man nicht lieber doch die Widerhaken andrücken sollte......
Ich finde schon. Gerade auch bei den ach so teuren und geliebten Hardbaits!!!!

Der nächste Punkt der mich richtig gestört hat, ist dass einige aus unserer Brigade auch genau in der Zeit gefischt haben, wo unsere Lieblinge auf den Nestern standen. Und gerade dort habt Ihr auch gut gefangen..... Scheiße oder?

Bitte beobachtet doch die Situationen an den einzelnen Gewässern. Dieses Jahr war einfach alles später dran - der Frühling, der Sommer und halt auch die Leichzeit der Bass!!!
Ich möchte nicht als Moralapostel aufspielen, aber der ein oder andere wird sich schon angesprochen fühlen und es hoffentlich nächstes Jahr besser machen.... :)


Hier noch ein paar Adressen von kommerziell betriebenen Teichen. Relativ nahe an Deutschland mit einem recht vernünftigen Besatz an Black Bass.




Bei meinem Bekannten Nicolas schaut es gerade nicht gut aus. Er konnte das vorletzte Jahr nur wenige Bass retten... Der Bestand erholt sich gerade und er wird bald wieder nachbesetzen...

Hier das aktuelle Video von seinen Babys :)
www.youtube.com....



 www.mesvacancesdepeche.fr






Hier noch ein kleines Filmchen über ein paar Impressionen unserer Leidenschaft....................

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Sonntag, 1. Dezember 2013

Von Offset-Haken bis zum Chikubi-Rig (überarbeitete Version)

Der Offset-Haken:
Ist eigentlich das einfachste Finessesystem und das Herzstück von vielen weiteren Finesse-Methoden. Der Haken allein reicht schon aus, um einen Gummiköder in verkrauteten oder verholzten Gewässerabschnitten zu präsentieren. Aber auch ein Köderfisch-Filet kann damit durchs Wasser gezupft werden.....
Es gibt grob gesagt zwei Hakenformenden. Zum einen die schlanken z-förmigen Aberdeen Offset-Haken für schlanke Köder wie Wurmimitate oder schlanke Softjerks welche man in verkrauteten Gewässerabschnitten führen will. Zum anderen gibt es den sogenannten Wide Gap Offset-Haken, welcher gleichzeitig auch meinen Standardhaken ist.er verfügt über einen deutlich größeren Hakenbogen, der sich bei hochrückigeren Ködern bezahlt macht. Der Wide Gap hat meines Erachtens auch eine weitaus bessere Hakquote. Natürlich gibt es etliche Sonderformen, welche ich hier aber nicht vorstellen werde, da ich eigentlich mit den zwei genannten, alle Rigs und Situationen bestens meistere.

Aberdeen-Offset-Haken für schlanke Köder

Wide Gap-Offst-Haken: Mein absoluter Favorit!!!




History:
Die Offsethaken sind Mitte der 60er das erste Mal in einem amerikanischen Angelkatalog der B.A.S.S. -Association kurz nach der Präsentation des "Cremworm" vorgestellt worden.
Die Angler haben aber bereits vorher die Offset-Technik benutzt. Damals allerdings in Form von selbst gebogenen Butthaken aus der Strand-Angelei.


Softjerk-Rig:
Gummiköder zum Softjerken zeichnen sich durch ihren schlanken Habitus aus. Besonders die einfachen Wurstformen, wie z.B. mein geliebter Yamasenko, haben es in sich. Sie lassen sich hervorragend durchs Wasser "jerken", weil sie bei der kleinsten Bewegung der Rutenspitze reagieren. Jerken heißt wörtlich übersetzt Rucken. Das beschreibt ganz gut die Köderführung.
Das Ganze eignet sich bestens zum langsamen Präsentieren.Will man ein verletztes Fischlein imitieren, schlägt oder zupft man in angemessener Stärke 4-5 Mal in die Schnur und nimmt die freie Schnur wieder auf, wartet ein paar Momentchen und läßt den Köder dadurch wieder ein bisschen absinken und wiederholt das Ganze. Wichtig finde ich auch, dass man die Schnur nicht ganz aufnimmt, weil durch einen größeren Schnurbogen der Köder deutlich mehr nach außen ausbricht!!!
Eine weitere Methode dieses Rig zu präsentieren ist es, dieses im Zick-Zack (Walk the Dog) an oder knapp unter der Wasser Oberfläche zu präsentieren. Dabei wird eigentlich beinahe das Gleiche gemacht wie in der oben beschriebenen Technik, lediglich die Schläge werden gleichmäßiger und schneller durchgeführt. Zeitgleich wird natürlich die Taumelphase verkürzt.
Die Bisserkennung beim Angeln mit Softjerks ist nicht immer leicht!!! Warum nämlich sollten die Räuber einen kranken, durchs Wasser taumelnden Fisch heftig attackieren??? Die Räuber sammeln sie oft regelrecht auf. Also muss die kleinste, noch so unscheinbare Veränderung des Köderverhaltens oder der Schnur mit einem Anhieb quittiert werden!!! Bestens eignet sich hierfür die "X8 G-Power"-Schnur von Gamakatsu, welche durch ihre kontrastreiche Färbung bei allen Licht- und Wasserverhältnissen zu erkennen ist................ Zusätzlich ist auch eine Polbrille empfehlenswert.

Zum Softjerken gibt es einige Möglichkeiten, um den Köder in die Tiefe zu bringen


Die Top Lösung für mich, Sebile Soft Weight System. Gewichte aus einer Mischung aus Kautschuk und Tungsten!!!

Hier der I-Shad / Jackall mit einem raffinierten Propeller-Offset-Haken aus dem Hause DECOY


Aber auch Swimbaits oder Gummifrösche eignen sich super, um sie Offset im Unterwasser-Dschungel anbieten zu können!!
Hard-Nose Frosch aus dem Hause Mann`s in Verbindung mit beschwerten Offset-Haken.















  

Die meisten Hi-Tech Köder welche heutzutage auf den Markt kommen, haben bereits dafür vorgesehene Taschen, um die Hakenspitze zu verbergen oder um bei einem Biss den Haken besser auszulösen.
Aber eben auch die Klassiker bringen oft noch besser Fisch! Trotzdem pimpe ich sie gerne indem ich mit einer Rasierklinge eine Tasche in den Köder einschneide... Glaubt mir, dass bringt´s!!!

Der Fin-S von Lunker City: Ein wahrer Klassiker und Alleskönner........






In meinem Hausgewässer habe ich meist das Problem, dass das Wasser glasklar und saumässig verkrautet ist! Mit diesen absolut realistisch aussehenden und durchweg verschieden laufenden Pin-Tails habe ich drei Superwaffen in petto........................



Der Flash-J von Fish Arrow. Ein top realistischer Softjerk-Bait.





Mein neuster Realistic-Bait. Der Flash Needle Shad von Imakatzu. Einfach Hammer!! Braucht aber einen beschwerten Haken!!! 

Ebenso der O.S.P. Mylarminnow!!!

Meine absoluten Lieblinge: Fall-Baits. Einfach ins Cover flitschen, sinken lassen und liegenlassen. Wenn nötig einfach 2-3 Jerks dazugeben.
Aber Achtung diese Baits fangen auch richtig gut, wenn man sie auch einfach mal mehrere Sekunden liegen lässt!!

O.S.P. Dolive Stick in 3.5 Inch!!! Einfach nur Booombe!



Der Gary Yamamoto Fall Shaker in 5,5 Inch ein echter Bass und Barsch Killer auf den man sich verlassen kann!

Auf den bin ich gespannt, sieht doch vielversprechend aus....

Salty Cor Stick-KEITECH, echt ne dicke Wurst






Um die Gummiköder zu schonen, sollte wie folgt eine Art Stopper verwendet werden. Bei größeren Ködern verwende ich gerne ein Stückchen Fahradschlauch!!!!!
Die kleineren, dafür vorgesehene Stopper, die es in verschiedenen Größen gibt.




Der Rapala-Knoten: Meist ein absolutes Muss für die Köderpräsentation.




Das Tinkie Rig:
Eine Nosehooked-Softjerk Variante......







Splitshot-Rig:
Das Splitshot Rig ist eine sehr einfache Erweiterung des Softjerk-Systems. In den Staaten wird es eingesetzt, um die Bass aus Holz, Schilf und Krautbänken zu zupfen.
Der Aufbau ist in klassischer Offset-Manier, nur klemmt man jetzt noch ein Spaltblei davor. Wie auch beim Carolina-Rig bestimmt der Abstand zwischen Gewicht und Köder die Aktion....
Ich persönlich setze es gerne beim Softjerken ein, wenn sich die Barsche plötzlich ein bisschen tiefer einfinden.
Desweiteren hat es mir schon unbezahlbare Dienste in der Raubfischschonzeit geleistet, da ein Tauwurm oder ein Bündel Maden elegant am Boden gezubbelt auch im tiefsten Winter Barsche bringt!!!

Hier mit dem Shad Impact in 3 Inch











"Hab dafür kein Namen"- Jig-Rig:
Der Zusatzkopf aus dem Hause Profi Blinker alias "Doppelkopf" kombiniert mit einen Offset-Haken ergibt ein sehr bewegliches Offset-Jig. Eigentlich ist es aus der Not heraus entstanden, hat aber einen festen Platz bei mir errungen, wenn ich am Fische suchen bin.









Backslider- oder Backward-Rig:

Um einen Köder am Boden von sich weg zu bewegen zu können, benutzt man Wurmimitate und ködert diese in üblicher Offsetmanier an. Allerdings wird jetzt ein Tungsten Nail Sinker am anderen Ende der Wurmes eingefügt. Wenn jetzt der Köder auf dem Boden des Gewässers liegt und leicht angehoben wird und dabei ein klein bisschen Schnur von der Rolle genommen wird bewegt sich der Köder einige Zentimeter weg vom Angler...!!! Am besten hat das bis jetzt mit dem Köder French-Fry funktioniert, weil dieser die nötige Steifheit besitzt. Leider habe ich keine mehr. :(


















Es gibt einige Köder die vom Aufbau so sind, dass wenn man sie anders herum anködert, die Eigenschaft besitzen, dass der Köder beim eindringen ins Wasser nach vorne gleiten.... Ganz so, wie der Flying Lure.
Allerdings muss man die Schnur kontrolliert abgeben. Sonst funktioniert das Prinzip nicht....

Der Fat Ika von Gary Yamamoto. Ein Cover-Glider




Ein weiteres echt feines Stückchen ist der Jackall-Cover Craw. Damit erreiche ich ebenfalls wie beim Flying Lure einen Back-Slider-Effekt und zwar richtig gut!

Der Jackall Bros. Cover Craw in 3 Inch ein richtig guter Back-Slider!



Chikubi-Rig:
Dieses Rig ist eigentlich nichts anderes als ein Softjerk-Rig außer, dass man es mit einem Aktion-Bait montiert. Zwei Nailsinkers, links und rechts, stabilisieren den Köder beim Lauf......... Die Führung erfolgt unmittelbar unter der Wasseroberfläche. Die Montage wird eigentlich nur eingekurbelt. So wie man es vom Spinner kennt. Allerdings kann man die Montage auch ab und zu absinken lassen. Die Stärke des Rigs liegt darin, dass man einen Oberflächenköder nahezu hängerfrei direkt durch Hindernisse wie Rohrkolben, Seerosenfelder oder dergleichen kurbeln kann. Wenn die Fische den Köder akzeptieren, garantiere ich eine actionreiche Angelei.... Adrenalin pur!!!



                        



Auch so gehts! Sehr gut mit dem Hazedong Shad von Megabass.



Eine Weiterentwicklung aus dem Hause Imakatzu ist der "Javallon" kombiniert mit Offsethaken. Der Clou sind die Bodyshots, kleine Tungstengewichte, welche in etwa wie Hoden aussehen und in den Köder geschraubt werden können. Die Montage läuft absolut geil..... Ich setze sie gerne direkt im Kraut ein, wo jeder Twitchbait versagen würde........ Diese Montage kann aufgrund der eingeschraubten Gewichte auch echt hart gejerkt werden!!! Sie fängt aber auch in Slow-Motion am Boden! Wirklich gut investiertes Geld!!!





                                                                                                    

Sonntag, 17. November 2013

Lieblingsköder !!!

Der neue Star am Zander-Gummi-Himmel:


Eingefleischte Zanderfreaks werden gleich bemerken, dass der Lieblingsköder auf dem ersten Blick ähnlich wie der Playboy von SPRO oder der MB Stint aussieht.
Der Unterschied liegt aber wohl im Detail und vor allem in der Wettermethode, welche sich die Jungs von "Lieblingsköder" sich da zusammen erarbeitet haben.

Ich persönlich angele nicht so gerne an den starken Strömen und durchpflüge mit 20 gr schweren Jigs den Flussboden! Aber genau aus diesem Grund ist das ein Köder für mich. Denn auch ich habe ein kleines Arsenal an Ködern und Jigs für genau diese Situation...man weiß halt nie.

Die Vorteile liegen klar auf der Hand. Man muss sich keine Gedanken um die Köderform und Größe machen, denn wenn Zander da und in Fresslaune sind, werdet ihr sie mit den Lieblingködern auch kriegen!!!
Es gibt nur vier Farben, welche man ideal je nach Himmels- und Gewässerfarbe aussuchen kann. Jens sprach am Telefon von der Wettermethode, welche den Angler einfach zwingen soll sich nur Gedanken um die Standplätze zu machen und diese dann einfach konsequent zu beangeln.... Der Erfolg der letzten Monate gibt dem recht und einige von uns haben das bestimmt auf Facebook verfolgt. Wenn nicht: hier der Link


Das ist Jens von Lieblingsköder mit einem Superzander welchen er mit dem LB überlistete.


Was hat es aber nun mit der Wettermethode auf sich?
Die Wettermethode beruht auf der Tatsache, dass es tagsüber genau 4 Situationen am Wasser gibt. Klares Wasser mit Sonne oder klares Wasser mit Wolken und trübes Wasser mit Sonne oder trübes Wasser mit Wolken. Für diese 4 Situationen haben sie vier passende Farben ausgiebig getestet und festgelegt. Die Testphase am Wasser erstreckte sich über ein Jahr, in dem sie fast täglich mit allen erdenklichen Farben geangelt haben. Das Ergebnis ist ein Farbsystem auf das man sich am Wasser 100%ig verlassen kann. Und wenn es in einem Gewässer Zander gibt, wird man sie höchst wahrscheinlich mit Lieblingsködern fangen. 


Sunny            klares Wasser + Sonne

Whisky          klares Wasser + Wolke

Captain         trübes Wasser + Sonne

   Pinky             trübes Wasser + Wolken


Der Lieblingsköder ist 12.5 cm lang und hat die Köderform eines klassischen Stindets, der wie kein anderer seinen Siegeszug an den Zandergewässern der Republik angetreten hat. 
Diese Form wurde perfektioniert und sorgt mit feinen Streifen auf der Seite dafür, dass der Räuber seine Beute noch besser über das Seitenlinienorgan wahrnehmen kann.

Das Material ist äußerst strapazierfähig und langlebig, aber dennoch sehr weich. Es sind 4 Stück in der Packung und für einen Preis von ca 5,50 € zu erhalten.

Ein Köder welchem ich vertrauen werde und der mir hoffentlich in unserer Gegend (in der der Zander ein seltener Gast am Haken ist) auch mal einen Gosszander bescheren wird!

Hier noch der Link zur offizielen Web-Seite:
 www.lieblingsköder.de/ 



Und hier die üblichen Filmchen

www.youtube.com/watch?v=lc5maSNUIso


Merci auch an die Jungs von barsch-junkie.de für das schöne Bild am Anfang!


Zum Abschluss hier einfach ein paar Bilder. Die sprechen für sich!!!

Petri Heil Jens!!!