Freitag, 31. August 2012

Project BORDER-BASS 2012

Die wenige Zeit, die ich dieses Jahr für`s Angeln freischaufeln konnte, investierte ich hauptsächlich wieder in die Suche nach Schwarzbarschen im deutsch-französischen Grenzgebiet.



Mit den Erfahrungen der letzten Saisson und weiteren Spuren aus der Gerüchteküche, konnte ich zwei Seen, nicht einmal 100 km hinter der französischen Grenze, ausmachen. Ein kleinere See, welcher eine hervorragende Eigenproduktion mit Einzelfischen bis über 3 kg haben soll und ein 4 ha großer See, in welchem vereinzelt kleinere Bass gefangen werden sollten. Dieser Bestand wird durch einen kleinen, aber regelmäßigen Besatz am Leben gehalten. Ich will noch einmal betonen, dass die Angelei auf Schwarzbarsche in den Vogesen nichts mit der selbigen Angelei in Italien gemein hat. Denn jeder, ach so kleine Fisch, ist ein Jackpot und war den Aufwand wert!!!



Kurzerhand nutzen wir den 33sten Geburtstag von "Guddi Goldfisch" um ein Basswochenende in den Vogesen zu verbringen..... :) :) :)


Die Angelei erwies sich als äußerst schwierig, denn die hohen Temperaturen der letzten Wochen und der dann folgende, plötzliche Temperatursturz hat den Fischen ordentlich den Appetit verdorben. Der 3,8 inch ´I-Shad´ aus dem Hause Jackall am 30-50 cm kurzen Dropshot brachte Fisch! Aber selbst nur 3gr. schwere Dropshotbleie wurden meist von den Fischen erkannt und verschmäht. Also fischte ich meist mit 1,8gr leichten. Wir mussten die Montagen exakt und leise an den Schilf- und Rohrkolbengürtel platzieren und in absoluter Slowmotion-Geschwindigkeit präsentieren.


Schade eigentlich, da die Covers ein wenig an die Everlades erinnerten, also an Powerfishing mit Punching-Rig´s ect.................... Hätte echt Fun gemacht!!!! Aber die Biester wollten nicht einmal einen Wacky-Senco oder ein Ultra-Light Texas..........



Ein alter Bekannter der Mille Etang: Eine Wimperntierchenkolonie......... immer wieder spacey!!!



Der zweite See: Ein echtes Hecht-Eldorado!!! Also nichts für Barsch-Fraggles, denn ohne Stahl geht dort nichts!!!




Hier ein Paar Bilder vom kleineren See............ 






Was soll ich sagen... Wir haben Gefangen................. 

 Schaut Euch die Tage das Movie zum Trip an und habt Spaß dabei!!! 

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Donnerstag, 16. August 2012

Mittwoch, 8. August 2012

Jig-Head-Jungel


Das klassische Jiggen:
Ich glaube, dass man nicht mehr viel darüber schreiben braucht, da ja schon unzählige Male darüber berichtet worden ist. Übers Faulenzen, über Stinger-Haken, Kopfformen, über No-Action- und Action-Baits...........
Eigentlich mag ich diese Form vom klassischen Jiggen nicht besonders. Das liegt nicht etwa daran, dass sie nicht fangen, sondern dass mich vielmehr die übrigen Finesse-Methoden deutlich mehr unterhalten.....
Dennoch gibt es viele Finesse-Jigs und einige davon möchte ich vorstellen.
Die US/japanische Angelindustrie lässt sich ja auch allerhand Neues einfallen, um auch noch diese ältlich wirkende Methode interessant für Fisch und Angler zu halten.

Der Berkley Realistix Minnow-Perch mit Stingerhaken, war mein Einstieg in die No-Action Welt




Die Köderführung macht den Unterschied:
Es gibt, grob gesagt, zwei Techniken die Köder im Japan-Style zu führen.
Die erste ähnelt stark dem klassischen Jiggen.
Harte Mehrfachschläge mit Pausen und Grundkontakt. Das sorgt für viel Aufmerksamkeit.... Man sollte allerdings darauf achten, dass max. 4-5 Schläge in Folge getätigt werden. Ich persönlich belasse es meist bei zwei und setze nur hin und wieder vier Schläge. Das sorgt dafür, dass die Barsche den Köder besser lokalisieren können.

Die zweite Technik ist eine wesentlich ruhigere, welche man verwendet, wenn kein panisch flüchtendes Fischchen imitiert werden soll. Man spricht da auch vom `Grubbern`.
Der Köder kann hierbei über den Gewässerboden geschliffen werden und mit kleinsten Zupfern und `Ticks` über die Rutenspitze haucht man dem Ganzen ein individuelles Leben ein.


Das Multi-Rig:
Mit Hilfe einer Ködernadel wird die Vorfachschnur durch den Köder geführt und die Öse des Jigs im Köder versenkt. Somit erhält man eine Montage, bei welcher nicht nur der hintere, sondern auch der vordere Teil des Köders arbeitet. Allerdings sollte das Rig vertikal gefischt werden, oder zumindest nicht so weit geworfen werden, damit das Rig auch noch sauber läuft.

Der MOLIX  Sligo mit Profi Blinker Jig als Multi-Rig















I-Motion Variante:
Die meisten No-Action-Köder können auch für´s Nosehooking verwendet werden, mein absoluter Liebling für diese Methode ist der ´I-Shad´.
Bei der Köderführung sollte man drauf achten, dass man den Köder mehr über den Boden zieht und  dazu kontinuierlich kleinere Schläge über die Rutespitze bringt. Es ist sehr wichtig, dass der Köder nicht wie beim klassischen Jiggen über den Boden hüpft, da dies sonst die Methode nichtig machen würde!!!
Schaut Euch einfach mal die Aufname im Aquarium am Schluss des folgenden Videos an!!!

Der I-Shad als Nosehooking Variante





Wacky Jig-Rig:
Schaut Euch zu diesen Thema meinen Artikel "WACKY-STYLE" an!

Hier der Illex Neon Flick im Wacky-Style















Twitch-Methode:
Man kann auch mit Jigs, welche man etwas leichter im Vergleich zu Köder auswählt, auch gut im Mittelwasser fischen. Allerdings muss man zuerst ein Gefühl dafür entwickeln, wo bzw. in welcher Tiefe sich der Köder befindet.........
Die Führung dieser Methode erinnert stark an die Führung schnell sinkender Wobbler. Also ein Doppeltwitch hier, ein einfacher Twitch da usw.. Man sollte stets drauf achten, dass die Köderbewegungen schnell ausgeführt werden, damit der Köder nicht unkontrolliert in die Tiefe absackt. Das sorgt aber leider auch für einige Fehlbisse.....
Durchaus fängig kann es aber auch sein, dem Köder permanent mit kleinen Zupfern Leben einzuhauchen. Hierdurch ähnelt die Köderführung deutlich mehr einem arglos umherschwimmenden Fischchen, als einem Flüchtenden........


Der Flash-J von Fish Arrow mit leichten Jig














Kleine Raketen:
In hängerfreien Gewässerabschnitten ist der ´Straight Hat´ von Illex mein absoluter Favorit........
Man kann ihn auch super gut im Mittelwasser twitchen, wo er aufgrund seiner Kopfform extreme Ausbruchsbewegungen und Loopings macht oder sich schön flankend präsentieren. Beinahe wie bei sehr guten Twitchbaits!!!
Der ´Strainght Hat´ eignet sich auch Top, um in einer Art Walk the Dog-Manier den Boden abzusuchen!!!
WICHTIG!!! Unbedingt den Jig direkt am Fluor-Karbon anbinden. Am Einhänger laufen sie nicht und fangen, wenn überhaupt, nur noch Hechte!!!! Die sind wohl nicht so wählerisch!?!

Der Cross Tail Shad auf dem Straight Jig Head!!!! Eine Waffe der Superlative!!!












Weedguard´s:
Bei den meisten Japan-Jig´s sind Kunststoffborsten (sog. Weedguards) angebracht. Sie sind perfekt fürs Grubbern, da sie den Haken vor Laub und anderem Unrat schützen. Wer aber meint, dass sie vor schweren Hängern schützten der irrt............
Ein enormer Nachteil der Weedguards ist aber leider die Bissausbeute. Die Borsten (wenn´s gerade nicht um Schwarzbarsche geht) lassen sich aber auch ein bisschen verändern, indem man zwei oder drei mit der Schere entfernt!!! Dann klappt´s auch mit den Flussbarschen.


KEITECH Jigs, für fast jede Situation was dabei
Der Rolling Flash Jig Head mit dem Huddle Swimmer sind perfekt aufeinander abgestimmt...

Easy Shiner mit Mono Guard Jig Head. Beides von KEITECH. Meine Lieblings-Combo zum absuchen.






                                         
Florida-Jigs / Offset-Jigs:
Eine super Hängerresistenz zeigen die Offset-Jigs. Mein absoluter Liebling ist der ´Nail Bomb VJ-71´ von Decoy. Aber auch Illex hat das Thema "Florida-Rig für Faule" aufgegriffen und mit einem  Stand-Up-Kopf versehen. Ironischer weise tauften sie es ´Texas-Jig-Head´............ Franzosen eben.............

Wunderwaffe Sexy Impact von KEITECH und der Nail Bomb Jig von DECOY!!!


Offset-Jigs, sind absolut empfehlenswert!!!

Rubber-Skirted- Jig´s:
Diese ungewöhnlich aussehenden Jigs sind garniert mit Gummifransen die "PRO´S" bezeichnen dies als "Skirt".
Ein weiteres Merkmal ist der Krautschutz (Weedguad), den ich aber auf heimische Barsche entferne oder auslichte.
Die Köder die niemals ruhen!!! Die Fransen der "Skirts" sind selbst dann noch in Bewegung, wenn der Köder schon seit Sekunden auf dem Boden ruht.
Einige Modelle haben schlankere Köpfe und das Öhr sitzt weiter vorne. Dadurch sollen Hänger  minimiert werden.
Obwohl die Rubberjigs auch alleine schon ganz gut den Barschen den Kopf verdrehen, sollte ein Gummiköder als Pimp verwendet werden. Dadurch erreicht man auf jeden Fall mehr Aufmerksamkeit!!! Lassen die Bisse nach, tauscht man einfach den Gummi.


Der ´Swing Impact FAT´ von KEITECH am ´Rubber Jig II´ ebenfalls von KEITECH




                           






Eine Waffe auf Bass, der Warning Shot von Gamakatsu gebart mit einem Krebs


Der PLATON!! Jig von REINS in 3,5 gr. mit dem KAMASAGE-BAIT ...i lov it


Back-Slider-Jig:
Der Klassiker aus Jugendzeiten!!! Welches Anglerherz hat nicht höher geschlagen, als zwischen A-Team und Night Rider, dieses Ami-Ding einen Ami-Barsch nach dem anderen auf die Schuppen legte???????????????

Mein Kindheitstraum, der Flying Lure



Hakenformen:
Jig´s mit Rundbogenhaken dringen schnell ins Fischmaul und der Fisch kann sich schlecht wieder aushebeln. Allerdings verrutschen die Köder leichter auf dem Hakenschenkel nach hinten. Ein tropfen Sekundenkleber schafft hier allerdings Abhilfe.
Eine eckigere Variante der Hakenform wird außerhalb Europas "The European Style Jighook" genannt. Gemeint ist ein Jig, welcher ein bis zwei Knicke im Hakenbogen hat. Der klare Vorteil ist, dass der Köder kaum verrutschen kann und der Haken sich kaum aufbiegen kann.
Ich persönlich Fische am liebsten  mit Rundbogen, weil meiner Meinung nach eine wesentlich höhere Bissausbeute zu erzielen ist. Übrigens konnte ich schon einige echt fiese Hänger retten, weil sich der Haken aufgebogen hat.......

Die Hakenform macht echt was aus!!!


Echt geile Jigs habe ich im Hause Hayabusa gefunden!!!
Der Euch bestimmt bekannte ´ILLEX-Straight Jig Head´ stammt auch aus der Produktion Hayabusa und wird von denen als ´Delta Spear´ vertrieben.


Die Hayabusa-Kollektion: Absolut perfekte Jigs. Für jede Situation was dabei

Der ´Straight Jig Head´ von ILLEX, der ´Fooball SPEAR´ und der ´Little SHAKER´ von HAYABUSA



Diverse Jigs wie hier kommen andauernd auf den Markt. Dieser hier kommen aus China.



Mikro-Jigs:
Sommerzeit - Kleinköderzeit!!!
Die Barsche und die meisten anderen Räuber haben sich voll auf die kleine Sommerbrut eingestellt und ihre Bäuche sind prall............
Extrem schlechte Bedingungen, aber mit kleinen 1,5 - 2 Inch großen Gummiködern an diversen Jigs lässt sich diese Brut super imitieren!!!
Damit die kleinen Köder nicht einreißen wird der Bleiknubbel am Jig entfernt und der Köder angeklebt. 

Mikro Jigs sind im Sommer oft die einzige vernünftige Lösung.




Basteleien, Aufbewahrung und Pflege der Jigköpfe:
Ein super Aufbewahrungsort ist diese Tasche, welche eigentlich für Drachkovitch-Systeme gedacht ist.....Wenn man sie nach dem Gebrauch trocknet und anschließend mit Sonnenblumenöl einreibt, werden sie kaum zu rosten beginnen.


Perfekte Lösung von Drachkovitch



Old School Kombo von Profi Blinker, Turbotail mit Doppelkopf-Montage. Bringt´s auch noch heute!!!
Regelmäßiges Nachschleifen und Einölen hilft enorm dabei, die kostspieligen Jigs in Schuss zu halten.
 
Mittels eines Lochbleis und eines Finess-Hakens kann man sich auch seine Jigs selber machen!!! Ich verwende zur Zeit den Rappala-Knoten, bin aber noch am Experimentieren.
Diese Variante ist weit mehr als nur ein Provisorium und wird in Australien und Neuseeland standardmäßig verwendet!!! Die Besonderheit liegt hierbei ganz klar in der Beweglichkeit im Kopfbereich.

Ein Eigenbau Offset-Jig
Aber auch mit einem Stück Power-Gum oder einem Bait-Band aus der Karpfenangelei kann man sich leicht einen Krautschutz selber machen!!!

..Auch so etwas kann vor Unrat schützen!!! Zugegeben nicht gerade elegant.


Eine nicht zu unterschätzende Bastelei ist, wenn man von einem alten, stumpfen Jig den Hakenbogen abknippst und mit einem Tropfen Sekundenkleber fixiert. Anschließend wird ein passender Stinger befestigt. Der klare Vorteil liegt darin, dass nun der gesamte Köder frei arbeitet und nicht durch den Haken versteift wird!!! Gerade beim Vertikalfischen echt ne Bombe!!! AUSPROBIEREN !!!

Super Ami-Methode, besonders an schwierigen tagen beim Zander Fischen

Manchmal wollen Barsche Augen!!! Und wenn der Gummi keine hat??? Einfach mit einem Hammer leicht die Seiten des Jigs anklopfen und Augen draufkleben!!! (gibt´s als Ersatzaugen für Hi-Tec Wobbler)

Barsche mögen Augen .....................