Montag, 26. Dezember 2011

FRANKREICH-Auf der Suche nach Schwarzbarsch

Gerüchte über kleinere Schwarzbarschbestände führten mich in diesem Sommer in das Gebiet "Plateau des 1000 Etangs", welches mitten im Departement Haute-Saone liegt.

Ein klitze-kleiner Ausschnitt dieser traumhaften Gegend

Es ist eine sagenhafte Landschaft, welche anglerisch einiges zu bieten hat. Das Plateau wird von den Tälern des Ognon und des Breuchin begrenzt. Sein Name geht auf die zahlreichen kleineren Moorseen zurück. Über den Wäldern, Wegen, Seen und Hochmooren schwebt heute noch der Hauch des Geheimnisvollen und sind der Schauplatz zahlreicher Legenden....... Selbst ein angelloser Trip durch die Route des Mille Etangs vermittelt fast den Glauben, man könnte sich in Finnland befinden!!!!! Hier ist noch ein Link über diese tolle Region: http://de.wikipedia.org/wiki/Esboz-Brest

Für uns Breisgauer ist die Reise dort hin ein Katzensprung (eine Autofahrt von 1,5 h) und für Alex und mich auch keine unbekannte Diva. Zu Zeiten, als ich noch passionierter Schleien-, Karauschen- und Brassenjäger war, führte mich der Weg schon etliche Male in diese Gegend. Außerdem war dies der Ort des Geschehens, an welchem Alex, alias "Der Hecht-Roboter", das Angeln erlernte! Wir hatten echte Sternstunden in dieser Gegend. Darüber aber mehr im Anschluss!!!! Jetzt soll es erst mal um den Black Bass gehen!!!!


!! Meine Wenigkeit  !!
!! Der Hecht-Roboter !!






Rot eingekreistes zeigt das Hauptverbreitungsgebiet der Schwarzbarsche in Frankreich. Die Nummer 70 ist das Departement Haut Saone!!



Die Gerüchte sagen, dass in der dortigen Teichwirtschaft der großmäulige Forellenbarsch besetzt wird, um die lästigen Katzenwelse wegzufressen!!! Recherchen ergaben, dass bei sämtlichen Fischzüchtern der Black Bass angeboten wird!!! Bingo!!! Ein "Bass-Puff" gibts wohl auch!!! Also nichts wie hin!!!
Die Gegend um die Stadt Lure ist immer der Ausgangspunkt unserer "1000 Seen" Trips gewesen. So auch dieses Mal. Der dortige Outdoor-Laden NATURA-LURE mit großer Angelabteilung, ist ein guter Startplatz zum recherchieren. Der Ladenbesitzer bestätigte meinem Bruder und mir den "Bass Puff" und nannte noch zwei weitere, nicht private, Seen in denen regelmäßig besetzt und auch gefangen wird. (Bilder bestätigten dieses!)
Hier ein paar Bilder und der link zum "Bass Puff" www.ferme-des-guidons.fr




Leider war uns das Schicksal nicht hold, denn der See war gesperrt und man hätte sich auch sonst mindestens eine Woche vorher anmelden müssen!!!
Also auf zum nächsten der genannten Seen!!!! Es war gar nicht so einfach. Denn wenn nur eine Beschreibung auf Französisch ohne Adresse vorliegt, dann bringt selbst das beste Navi nichts!!!!!!!!!!!! So wird in diesen Gebiet schnell ein Abenteuer aus der Suche!!! :)
Wir mussten uns in den Dörfern durchfragen. Mittags kamen wir an einen Privatsee, welcher Bass haben soll. Gegen einen kleinen Arbeitseinsatz am Dach der dortigen Baracke hatten wir sogar ein Boot!!! Echt Geil!!!

Hier ein paar Bilder von diesem Nachmittag:
Der Besitzer des Sees. Eine echt coole Type
Top Köder: ein Spinner-Bait
Der einzige Nicht-Schneider




Mein Bruder: König der Katzenwelse
So richtig gut lief es nicht. Außer Katzenwelzen auf Ultra-Light-Finesse, konnte ich zwei kleine Hechte Haken.... Aber am Abend dann: "Bass on!" und gleich wieder weg!!! Ein Sprung und weg :(  !!!! Gott verdammte Scheiße!!!! ......Danach nichts mehr!!!!

Macht echt Fun: UL-Catfish. Nächstes Mal aber größer
Ansonsten gabs nur solche Fritten!



Einige Wochen später: Gleiche Gegend an einer Verbindung zwischen zwei Seen.Wieder auf den letzten Drücker - "Bass on!" Dieser kleine Scheißer, welcher sich im letzten Abendlicht einen weißen 3" Yamasenko am No-Sinker Wacky Rig schmecken ließ. Er machte mir auch echt noch Spaß: Geil,Geil,Geil mein erster Franzosen-Bass! Ein "Scheißerle"!

Mein French Black Bass No. 1

Wir sind echte Fans dieser Gegend!!! Und jetzt, wo ich weiß, dass es Bass gibt, werde ich wieder öfters dort erscheinen. Natürlich handelt sich es um einen sehr kleinen und sensiblen Bestand.....Ist klar!!! Verstanden!!! Des weiteren sei gesagt, dass es nichts mit der Schwarzbarsch-Angelei in Italien, Spanien oder Süd-Frankreich zu tun hat!!! Wer hier in dieser Gegend einen fängt, hat den Jackpott.

Eigenarten dieser Gewässer!!!!

Ein alter Bekannter!!!  Was sind das bloß für Aliens???


-In dieser Gegend gibt es auch Lebewesen, die uns sehr fremd erscheinen. Echte Aliens eben. Nein, Oder??? Alex und ich bezeichneten diese Gelee-artigen Dinger, welche irgendwie an Froschlaich erinnern einfach nur als "Schwämme".
Aber bei meinen ersten Recherchen war ich kurzzeitig überzeugt, dass es sich um eine Blaualgen-Kolonie handeln könnte. Die Franzosen erzählten irgend einen Quatsch über Luftverschmutzungen und so. Aber dann kam der entscheidende Satz, von einem erfahrenen Süßwassertaucher: "Ich glaube die heißen Moostierchen oder so???" Und tatsächlich handelt es sich um Moostierchen-Kolonien der Spezies Pectinella magnifica, eine nordamerikanische Art, welche Ende des 19.Jahrhunderts nach Ostdeutschland eingeführt wurde. 1995 wurde sie erstmals in der Gegend bei Saone-et-Loire und in den Vogesen entdeckt. Eine Eigenart ist, dass sie nur in heißen Perioden solch große Kolonien bilden. Schon abgefahrene Viecher - Echt Krass!!!!! Hier noch ein Link für interessierte Naturleute: http://de.wikipedia.org/wiki/Pectinatella_magnifica

-Eine weitere Eigenart sämtlicher Seen auf diesem Plateau, ist die Wassertiefe. Sie soll bei den tiefsten Seen maximal 4m sein!!! In allen von mir beangelten Gewässern war sie immer höchstens 1,6m!!!! Das bringt eine ganz eigene und wirklich spannende Angelei mit sich!!!!!!!  Hier ein paar Fotos und ein Filmchen um sich mal ein Bild davon machen zu können.





video

Aber Vorsicht! Man muss sich die Ufer richtig anschauen und darf die Seen nicht unterschätzen!!! Es handelt sich um ein ausgeprägtes Moorgebiet!!! Selbst ortsansässige Jäger, Angler und Pilzesammler verschwinden und sterben jedes Jahr!!! Kein Scheiß!!!!!!!!!!!!!!!!

-Hechte sind in der gesamten Gegend der Brotfisch und kommen richtig häufig vor. 10-15 Hechte pro Tag und Person kamen häufiger vor!!! Neben Karauschen, Schleien und Karpfen kommen nur wenig Barsche vor, aber eben auch Schwarzbarsche! Weissfische kommen auch eher seltener vor und wenn überhaupt, dann ausschließlich Rotfedern. Diese Seen sind wegen der extremen Bedingungen (Wasserstand, hohe Wassertemperaturschwankungen und der extrem saure PH-Wert) dieser Region, nur den Überlebenskünstlern unter den Fischen vorbehalten.

Stahl ist dort echt Pflicht!!! Geht nicht anders!!!!

Die Köder: Aufgrund des extrem niedrigen Wasserstand kommen nur Flachläufer in Frage! Außerdem hat sich aufgrund des stark torfig-braunen Wassers die Farbe weiß und Druckwellen meist positiv bemerkbar gemacht!!! Die Top-Köder, die sich über die Jahre bewährt haben:








Hier noch ein paar Bilder aus vergangenen Zeiten, die zeigen das wir uns wie Gott in Frankreich fühlten, Erfolg und Fun hatten!!!














Mittwoch, 14. Dezember 2011

DropShot-Allerlei

Klassisches D-Rig wie von Seiji Kato desingt
Das DropShot-Rig (auch Undershot oder Downshot-Rig genannt) und ich.......... wurden nicht gerade Freunde auf den ersten Blick! Sätze wie, heute läuft´s nur mit schwulem DropShot, konnte man öfters von mir hören! Aber auch ich habe dazu gelernt und die nötige Geduld erlernt um Spots penibel auszufischen. Welche Methode eignet sich dafür wohl am besten??? Als sich dann auch noch regelmäßiger Erfolg einschlich, entwickelte sich sogar so etwas wie Liebe für dieses Rig!!! Beim DropShot-Angeln ist es halt wie bei jeder Technik: erst wer sie versteht und beherrschen lernt, wird zum Erfolg kommen. Wer denkt, dass DropShot-Angeln eine Wunderwaffe sein, wird schnell enttäuscht sein. Auch beim DropShot-Angeln muss man Regeln und Feinheiten beachten!!!!!!!!



Historie: 
-Der Ursprung liegt in den 70er Jahren und hat seine Wurzeln in Osten der USA. Angeblich wurde es von respektlosen Kochtopfanglern gebraucht, um Schwarzbarsche von ihren Laichnestern wegzustehlen      !!!  :(   !!! 
 
Das "Fishing Facts Magazin" berichtete Anfang der 80er über ein nahezu identisches Rig, mit einem kleinen Seitenarm, an dem diverse Live-Baits präsentiert wurden. Die Montagen wurden vertikal von Hovercraftbooten zwischen treibenden Pflanzen und Treibholzteppichen präsentiert. Es wurde als absolutes Top-Rig für solche Bedingungen vorgestellt. Aber aus irgendeinem Grund ist diese Montage in den USA  in Vergessenheit geraten!!!!  

-1997 tüftelten die "Southern California Fishermen" zusammen mit japanischen Köderherstellern und Profi-Anglern an diesem Rig. Sie benutzten nachweislich als erste die Bezeichnung "Drop-Shotting". In Japan entwickelte sich nun diese Technik unter der Bezeichnung "Tsunekichi-Rig" rasend schnell und blieb aber vom Rest der Welt unbeachtet!!!!
-1998 berichtete das Fernsehen von den Bassmasters in New Mexico. Dort stellte, der damals in den Staaten bekannte Profi Dennis Hoy, das Rig ausführlich fürs TV vor.
Hier ist der Link zum damals ausgestrahlten Film. Absolut spannend für alle Angelnostalgiker :)





-1999 gewann der damals schon legendäre Seiji Kato zwei große Turniere in den USA, an denen er ausschließlich mit seinen neu entwickelten DropShot-Rig-Komponenten fischte!!! Seitdem ist dieses Rig fester Bestandteil der Finess-Angelei!!! Hier noch ein interessanter Link zu Seiji Kato:
http://www.bassfan.com/news_article.asp?ID=3536
(Quelle: das Netz)

Klassische DS-Rigs: sind absolut simpel und zugleich genial. Man nimmt ein Stück Fluo und bindet mit Hilfe eines Palomar-Knotens einen Haken in der Mitte fest. Weil man nicht vorbestimmen kann, welches Schnurende das obere Ende ergibt, kann erst nach dem Binden des Hakens die Montage mit der Hauptschnur verbunden werden. Anschließend nur noch das DropShot-Blei einklemmen  - Veeedisch!!!!!!!!!

Modernere DS-Rigs: Sie unterscheiden sich von den klassischen Rigs, abgesehen von den Materialien, auch noch durch die verschiedenen Knoten..........

Der DropShot-Grinner Knoten bringt gleich mehrere Vorteil. Hier mit dem "Realistix"
Die DropShot-Grinner 
-Methode ist absolut geil, weil sich hier der Köder um die eigene Achse drehen kann und der Haken stets im rechten Winkel absteht. Außerdem kann man zwei verschiedene Schnurstärken verwenden. Somit ergibt sich auch gleich noch eine Sollbruchstelle, falls man in hängerreichen Gewässern fischt :). Man benötigt für diese Montage allerdings kleinere perlen und die Knoterei ist schon echt tüdelig. Ein weiterer Nachteil ist, dass man nach und nach die Knoten auseinander ziehen sollte, weil sich diese gerne festsetzen.


Der Dropper-Loop:
 Mein Standartknoten bei der DropShot-Angelei. Als die DropShot-Technik für das Barschangeln bei uns Einzug hielt, band man anfangs den Haken zumeist mit dem "Palomar-Knoten". Beim „Dropshotten“ soll der Haken im 90-Grad-Winkel vom Vorfach abstehen. Diese  Voraussetzung erfüllt  der "Dropper Loop" besser als der meist verwendete "Palomar-Knoten". Leidehat der „Dropper Loop“ gegenüber dem "Palomar-Knoten" eine etwa 10% niedrigere Knotenfestigkeit. Ein Nachteil bei besonders dünnen Schnüren.
No-Knot eignet sich super fur das Tandem DS-Rig
hier mit "Hog Impact"
Den DropShot No-Knot verwende ich immer dann, wenn ich dünnste Schnüre brauche, weil durch diese Verbindung keine Tragkraft verloren geht. Außerdem verwende ich die No-Knot-Technik, wenn ich einen Schwarm aus mehreren Ködern realisieren möchte.
Ein weiterer Vorteil ist, dass der Köder bei dieser Verbindung leicht nach oben steht und somit nicht nach unten kippt.


Seitenarm-Montage verwende ich eigentlich nur bei Kleinstködern, wie z.B. Nassfliegen etc., oder beim Angeln in Drift oder leichter Strömung. Die Montage bewährt sich auch bestens für Live-Baits wie Würmer oder Fischfetzen. Eine nicht zu unterschätzende Eigenschaft ist, dass durch den Arm die Zupfer abgepuffert werden und der Köder eher durchs Wasser gleitet. Super im Winter!!!. Das Köderspiel wird auch durch die Länge des Armes beeinflusst, je kürzer desto lebhafter!!! Ich persönlich binde die Montage ausschließlich mit der Springer-Schlaufe. Das liegt daran, dass ich mir den Knoten gut merken kann, die Tragkraft ausreicht und vor allen, dass die Mundschnur im 90° Winkel absteht. Zusätzlich empfiehlt es sich, den Haken mit dem Rapala-Knoten anzubinden.




Das Bungee-DS-Rig: Ehrlich, ich habe dieses Rig noch nie gefischt und kenne es nur aus der Theorie!!! Aber es sieht irgendwie interessant aus und deswegen will ich es auch hier vorstellen.
Das wichtigste Element dieses Rigs ist ein Stück Gummi, welches man sich wohl am besten von der Kopfrutenfischerei entleiht. Leider habe ich hier noch keine ansprechenden Farben gefunden und aus diesem Grund habe ich es auch bis jetzt nicht nicht gefischt. Die Länge der Schnur soll ein bisschen länger sein, als die maximale Dehnung des Gummis!!! Angebunden wird das ganze mit zwei Grinner-Stopper-Konten. Die optimale Stärke des Gummis ist wohl dann gefunden, wenn der Gummi bei der Köderführung das Blei nicht bewegt, weil sonst Bisse vorgetäuscht werden!!!!!!!!!!! Ich kann mir gut vorstellen, das das Rig echt Potenzial hat............. Hier ist noch ein Link zu ner Bauanleitung:  http://www2.blinker.de/praxis/methoden/detail.php?objectID=7063&class=70&thema=4146


Das Kickback-Rig: Auf dieses Rig bin ich vor kurzem von einem Angelkollegen aufmerksam gemacht worden. Ich muss sagen, das es eins meiner Lieblings-Rigs werden könnte!!! Wenn die Fische weit draußen stehen und von uns Uferanglern nur noch mit überdimensionalen Jigs erreicht werden können, spielt dieses Rig seine Stärken aus. Der Clou ist, dass die Fische den Köder ohne großen Wiederstand aufnehmen können und dies selbst bei größten Bleien!!! Voraussetzung für die Montage ist ein hohler oder auftreibender No-Aktion-Köder, der eben die einzigartige Kickback-Aktion erzeugt. Beim anzupfen schießt der Köder Richtung Blei und bei Spinstopps eben nach hinten in Richtung des Barschmauls!!!! Bei den ersten Versuchen hat mich das Laufverhalten voll überzeugt!!! Außerdem habe ich den Eindruck, dass selbst wenn man mal ein Biss verpasst, die Fische sich selbst Haken. Ich führe das Rig in kurzen, knackigen Zügen und hart am Grund. Zwischendurch lasse ich es auch gerne DS-mäßig auf der Stelle tänzeln. Es ist ein richtig geiles Rig. Probiert es aus!!!!

Bei stark auftreibenden Ködern sollte mit kleinen Nail-Sinkern der Auftrieb kompensiert 
werden!!! Hier mit "Nitro Spring 105"






Das Helikopter DS-Rig: Eine Methode, die an schwierigen Tagen nicht vergessen werden sollte! Eine Methode, die ich zwar irgendwie nicht so mag, welche aber trotzdem einen starken Reiz auf Räuber ausübt. Die Tatsache, dass der Haken durch zwei Klemmhülsen fixiert wird schreckt zwar ab, aber gerade aus diesem Grund kann der Haken sich um seine eigene Achse drehen. Wenn ich das Rig fische, dann ködere ich meist No-Action-Shads direkt hinterm Kopf an, dann sieht´s nämlich aus wie ein sterbender Köfi!!!! Übrigens funzt die Montage auch super mit Flexonit!!!!!! Wegen der "Hecht-Sicherheit" und so!!!!

Zwei Heavy-DropShot´s: ein hechtsicherer Eigenbau und ein Fertigsystem von "Decoy"

Weitere DS-Finessen:

Split-Shot: am DS: Anstelle von DS-Bleien kann man auch super dem entsprechend große Splitshots verwenden....
Absolut top in verkrauteten, verholzten oder mit Felsen zerklüfteten Gewässern!!!
Krebsimitate bekommen einen weiteren Zusatzreiz, wenn ein kleines Schrotblei direkt unterm Haken angebracht wird. Durch dieses Kontergewicht wird eine Art Mikrovibration auf die Scheren des Köders ausgeübt....


Splitshot´s als Gewicht!!! hier mit Java Stick" und "Mosquito" Haken






5cm unterhalb von Krebsimitaten klemme ich gerne ein kleines Schrotblei!!!



                                    Not macht erfinderisch......   ...und funzt!!!!







Es gibt noch weitere Variationen der "DropShoterei". Die Frage ist allerdings:"Braucht man noch mehr????" Eine interessante hab ich aber noch gefunden. Das in Amerika gern verwendete Wiggle-Rig








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Freitag, 25. November 2011

Das Jika-Rig

"Jika" bezieht sich auf "Jika-Tabi", die typischen japanischen Zehenschuhe, die das Köderspiel des Rigs wiederspiegeln soll. Das Laufverhalten der Köder ist aufgrund des V-förmigen Aufbaus zwischen Blei und Köder sehr ausgeprägt.
Ich fische es ausschließlich mit Krebsimitaten. Diese passen meiner Meinung nach am besten dafür. Experimente mit anderen Ködern hab ich zwar gemacht, war aber nischt!!!!! Geführt wird das Ganze, nicht wie anfangs von mir gedacht, vertikal, sondern geworfen und mit leichten hektischen Schlägen in die erhobenen Rutenspitze!!! Schaut`s Euch mal selber an. Sieht aus wie echt!!!
An meinem Hausgewässer, welches einen kleinen Bestand an amerikanischen Flusskrebsen hat, war das Rig bis jetzt nur mittelmäßig erfolgreich. Aber zur Zeit zeigt sich dieser See mal wieder ziemlich divenhaft!!! Auf jeden Fall habe ich mir das Ganze ne Nr. größer besorgt und zwar für Vater-Rhein, welcher einen super Bestand an Krebsen hat...................
Die größten Bedenken hatte ich anfangs wegen der Fehlbissrate, da das Bleigewicht ja vom Fisch zu spüren ist. Aber wie bei Krebsköder üblich, sind selbst die kleinsten Bärschlein voll draufgehämmert und hingen!!!! Doch einen großen Barsch konnte ich leider damit noch nicht überzeugen.....  (kommt noch ;) )
Zum Selberbasteln sei gesagt, dass ich die besten Erfahrungen mit länglichen DS-Bleien, welche ich gebogen habe, gemacht habe. Am besten arbeitet das Rig,  wie beim Orig. Owner Jika-Rig, mit Sprengringen. Aber auch Versuche mit Schrotbleien haben überzeugt.
Leider muss gesagt werden, dass das Rig in verkrauteten Gewässern versagt!!!! Zusätzlich ist das Ganze, aufgrund der Führung in Bodennähe, sehr hängergefährdet!!!!!

Selbst gebastelte Jika-Rig´s der Versuchsphase mit dem "Dart" und dem "BYS Craw"


Nachtrag:
So sind dann schon die Monate vergangen und ich habe mich sehr intensiv mit diesem Rig auseinander geätzt.
Als absoluterspitzen Reiter  hat sich die Montage mit einen Sprengring und dem guten alten Walkerblei erwiesen......

Unbedingt Testen die Montage mit Walkerblei !!!!









Hier ein paar Filmchen               

      

Donnerstag, 27. Oktober 2011

Das Texas-/ Carolina-Rig Variete

Das Texas-Rig:
Eigentlich ist dieses Rig mittlerweile jedem Spinfischer bekannt, aber trotzdem soll es, nicht nur der Vollständigkeit halber, hier vorgestellt werden!!! Es ist absolut vielseitig, unkompliziert aufgebaut und so oft erfolgreich. Das Rig besteht aus einen, frei auf der Schnur laufenden, Patronenblei, damit die Fische ohne Wiederstand abziehen können. Eine Perle sorgt für das Klacken (wenn erwünscht). Abgestoppt wird das Ganze durch den Haken.
Außerdem war es mein Einstiegs-Rig in die US-/ Japan-Angelei!!! Vielleicht kann sich ja noch jemand an die "Planet Angeln" Sendung mit Johannes Dietel erinnern....? Für alle Interessierten ist hier der Link zum Filmchen:
http://www.youtube.com/watch?v=0wVAs4I3Y

Klassisches US-T.-Rig mit Patronenblei, Glasperle und üblichem Köder


Historie:
Die Entstehung des T.-Rigs lag wohl so um die Zeit des zweiten Weltkrieges in den USA. Es wurde anfangs für die Forellenbarsch- und Schwarzbarschangelei benutzt. Schnell merkten die Angler, dass sich damit auch hervorragend Yellow-Perch und Walleys überlisten ließen. Umso erstaunlicher ist, dass wir Europäer erst vor ein paar Jahren von den Ami-Rigs Wind bekommen haben!
Als Köder verwendeten sie damals Live-Baits, also Würmer und kleine Fische. Vorzugsweise den Minnow. 1949 kam Nick Creme aus Ohio die Idee, die mühevoll gesammelten Tauwürmer dauerhaft nachzubilden. Die Gussform wurde anscheinend mit Hilfe eines gefrorenen Tauwurms gefertigt. Der Abguss gelang und die "Stunde Null" der die Finess-Angelei hatte geschlagen!!!
Die erfolgreiche Produktion wurde nach Texas verlagert und dort unter dem Namen "Creme-Worm´s" vertrieben. 1964 wurde in einen Angelkatalog der B.A.S.S.-Association der Cremeworm in Verbindung mit Patronenblei und Glaskugel als das Texas-Rig vorgestellt. (Quelle: Das Internet und div. Angelzeitschriften)

Historisches Live-Bait T-Rig, um Schwanzbisse besser verwerten zu können, wurde der Wurm mit einen Wollfaden durchgezogen und festgetüdelt. (hab ich mir gespart!!!)









Moderne:
Finesse-Rigs leben von den unzähligen, meist aus Japan stammenden, Materialien, Ködern und aberhunderten Keinteilen. Um sich in diesem Labyrinth zurecht zu finden, muss man sich in das Thema reinfuchsen und sich die Sachen, welche für den eigenen Angelstil am besten funktionieren, rauspicken. Aber Vorsicht: Die japanischen Entwickler produzieren schneller, als man das Zeug verangeln kann!!!! Aber gerade deswegen geil  :) :) :) :) :) :) Die Japaner waren es auch, die das Finesse-Fischen perfektioniert haben.

Hier zwei mit Tungsten beschwerten Varianten von modernen T.-Rig´s



(:    daddy´s toys   :)

Das Carolina-Rig:
Dies ist meiner Meinung nach das am meisten unterschätzte Rig in Deutschland! Aber es hat es wirklich in sich!!!! Das C.-Rig unterscheidet sich vom T.-Rig durch ein 20-120 cm langes Vorfach, welches dafür sorgt, dass der Köder langsam zu Boden taumeln kann und somit von den Barschen länger wargenommen wird. Das Vorfach wird an einen Wirbel gebunden. Der Rest des Rigs ist mit dem Texas-Rig identisch. Ich persönlich fische 40-80 cm lange Vorfächer. Damit fällt mir die Bisserkennung am leichtesten. Wenn längere Vorfächer gefragt sind, muss man sich dann aber schon sehr konzentrieren!!!!! Ein weiterer Vorteil des C.-Rig ist, dass man auch überdimensionale Bleie mit Kleinstködern kombinieren kann, ohne dass sie aufeinander Einfluss nehmen! Top, wenn Strömungen, extreme Tiefen oder große Distanzen überwindet werden müssen!!! Absolut geiles Rig, wenn die gestreiften Kollegen mal wieder `ne extra Einladung brauchen!!!

 Modernes Carolina-Rig mit "Tru-Tungsten Bullet Weights, 6mm Force Beads" und "Keitech Little Spider"





Das flexible Carolina-Rig:
Sehr oft stelle ich mir die Frage:"Was fängt heute besser??? Texas oder Carolina??? Beide Rig´s fangen. Aber welches fängt heute???" Ich habe einfach schon ein paar Mal im tiefsten Winter mit nem schnell geführten T-Rig gefangen und eben auch andersrum! Eine Lösung fand ich in einen Artikel von Lutz Hülße. Er stellte darin das flexible C-Rig vor, bei welchem er den Wirbel durch einen starken Stopper ersetzte. Dadurch kann in Sekunden von einen zum anderen gewechselt werden. Eben auch ein Vorteil, wenn die Bisse nachlassen und die Fische den Braten riechen!!! Ein weiterer Vorteil  ist, dass ich jetzt auch mit Rapala-Knoten  fischen kann, weil die Perle und das Gewicht nicht mehr über den Knoten rutscht!!! Mein absolutes Lieblings-Rig. Echt Top :)
Flex.-Rig  mit Rappala-Knoten und dem "Keitech Hot Impact"




!!! Beim Flex.-Rig eignen sich auch exotische Anköderungen !!!



!!!Immer ein Versuch wert das Texas-Wacky!!! hier mit "Yamasenko"


XL T.-C.-Rig`s
Für Schwarzbarsche, Rheinzander und Hechte verwende ich größere Texas- und Carolina-Rigs. Wegen der Zweckmäßigkeit und aus Kostengründen verwende ich kaum Tungsten-Gewichte und fertige Stopper. Meiner Erfahrung nach, spielt das aber in dieser Gewichtsklasse nur selten eine Rolle. Bei großer "Hechtgefahr" verwende ich 0,40 mm Fluo, welches sich sehr gut gegen die Zähne des Hechtes bewährt hat!!!! Aber Vorsicht, nach einen Esoxbiss sollte man stets penibel das Fluo kontrollieren, denn der kleinste Kratzer kann beim nächsten Biss den Verlust des Fisches bedeuten!!!! Andere Materialien wie Flexonit, Hardmono und Stahlvorfächer haben bei mir noch nie zu einen Biss auf dieses Rig geführt!!!!! Und ehrlich, wenn man selbst sieht, wie die Köder damit laufen, erklärt sich das eigentlich auch von selbst...........

T.-Rig mit Power-Gum abgestoppt, man spricht dann von Florida-Rig hier mit den "Molix Sidus"










Hier der link zum Florida-Rig